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Warum Nabelschnurrestblut?

Während der Schwangerschaft versorgt das mütterliche Blut, das durch den Mutterkuchen (die Plazenta) fließt, das wachsende Kind mit Sauerstoff und Nährstoffen.

Nach der Geburt ist dies nicht mehr nötig, da der Organismus des Kindes sich selbst versorgt. Das Kind wird abgenabelt. Nachdem das Kind geboren ist, enthalten aber Nabelschnur und Plazenta noch reichlich Blut. Dieses Blut wurde bislang verworfen.

In diesem Plazenta-/Nabelschnurrestblut ist eine sehr hohe Zahl blutbildender Zellen enthalten. Diese sogenannten hämatopoetischen Stammzellen reichen aus, um die gesamte Blutbildung eines Menschen zu ersetzen.

Somit besteht die Möglichkeit, diese Zellen für die Behandlung von Patienten mit bösartigen Krankheiten, wie z. B. Leukämie, im Rahmen einer Transplantation zu verwenden.

Durch die Transplantation können Leukämie und andere Krankheiten bei Kindern und Erwachsenen geheilt werden. Doch noch immer finden sich nicht für alle Patienten passende Spender.

Daher ist die Sammlung von Stammzellen aus dem Restblut der Plazenta eine neue Möglichkeit, effizient vielen Menschen mit Störungen der Knochenmarkfunktion, vor allem leukämiekranken Kindern zu helfen.


Was sind Stammzellen und warum sind sie so wichtig?


Blutbildende Stammzellen sind im Knochenmark enthalten. Diese Zellen sind der Ursprung für alle Blutzellen: für die roten Blutkörperchen (Sauerstofftransport), für die weißen Blutzellen (Infektabwehr) und die Blutplättchen (Blutgerinnung, Wundverschluss). Blutstammzellen sind lebensnotwendig.

Eine immer größere Zahl von Patienten mit Leukämie oder anderen z. B. angeborenen Bluterkrankungen kann durch die Transplantation von Knochenmark- oder Blutstammzellen, die von gesunden Spendern stammen, geheilt werden.

Solche Chemotherapien können jedoch nur durchgeführt werden, wenn passendes Knochenmark eines Familienangehörigen oder eines Fremdspenders zur Verfügung steht.

Vielen leukämiekranken Patienten kann nicht geholfen werden, weil nicht schnell genug ein passender Spender für eine Transplantation gefunden werden kann.


Stammzellen aus Plazentarestblut - eine Alternative zu Knochenmark!

Blut, das im Mutterkuchen, der Plazenta, enthalten ist, ist reich an Stammzellen. Bisher wurde dieses Blut nach der Geburt weggeworfen. Heute kann Restblut aus der Plazenta einfach und risikolos nach der Geburt des Kindes gewonnen werden. Die enthaltenen Stammzellen werden gelagert und zur Transplantation für einen leukämiekranken Patienten eingesetzt.


Wie werden Stammzellen aus der Nabelschnur gewonnen?

Nach der Geburt des Kindes wird das Plazentarestblut aus der abgeklemmten Nabelschnur gewonnen. Die Gewinnung des Blutes ist einfach und wird nach ungestörter Abnabelung des Kindes ohne Beeinträchtigung des Geburtsablaufs und der Gesundheit von Mutter und Kind durchgeführt.